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Berufliche Rehabilitation – so funktioniert's

Gesundheitliche Einschränkung

Wenn der bisherige Beruf nicht mehr zur Gesundheit passt

Eine Erkrankung, ein Unfall oder andere gesundheitliche Einschränkungen können dazu führen, dass Sie Ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr oder nur noch eingeschränkt ausüben können.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Ihr Berufsleben zu Ende ist. Berufliche Rehabilitation setzt genau hier an: Gemeinsam wird nach einer Perspektive gesucht, die Ihre gesundheitliche Situation berücksichtigt und Ihnen eine nachhaltige Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht.

Dabei kann es sowohl darum gehen, Ihren bisherigen Arbeitsplatz zu erhalten, als auch darum, sich beruflich neu zu orientieren.

 

LTA-Antrag

Der erste formale Schritt zur beruflichen Rehabilitation

Leistungen der beruflichen Rehabilitation werden als Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben – kurz LTA – bezeichnet. Diese Leistungen müssen bei einem Rehabilitationsträger beantragt werden.

Welche Unterstützung infrage kommt, hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Das können beispielsweise Hilfen zum Erhalt eines Arbeitsplatzes, berufliche Orientierungsmaßnahmen, Qualifizierungen oder eine Umschulung in einen neuen Beruf sein.

Gut zu wissen: Sie müssen vor der Antragstellung noch nicht wissen, welche konkrete Qualifizierung oder welcher neue Beruf für Sie geeignet ist. Die berufliche Orientierung kann Bestandteil Ihres weiteren Rehabilitationsweges sein.

Rehaträger

Wer begleitet und finanziert Ihre berufliche Rehabilitation?

Nach der Antragstellung wird geprüft, welcher Rehabilitationsträger für Sie zuständig ist. Häufig sind dies:

  • die Deutsche Rentenversicherung
  • die Bundesagentur für Arbeit
  • die gesetzliche Unfallversicherung

 

Welcher Rehaträger zuständig ist, hängt unter anderem von Ihrer persönlichen Versicherungsbiografie und der Ursache Ihrer gesundheitlichen Einschränkung ab.

Der zuständige Rehaträger prüft Ihren Antrag und entscheidet über die erforderlichen Leistungen. Nach einer Bewilligung stimmen Sie gemeinsam die nächsten Schritte Ihres Rehabilitationsweges ab.

Sie sind sich bei der Zuständigkeit unsicher? Sie können Ihren Antrag bei einem Rehabilitationsträger einreichen. Dieser prüft die Zuständigkeit und leitet den Antrag gegebenenfalls an den zuständigen Träger weiter.


 

Berufliche Orientierung

Welcher berufliche Weg passt zu mir?

Welcher berufliche Weg passt zu mir?

Vielleicht wissen Sie bereits genau, welchen Beruf Sie zukünftig ausüben möchten. Vielleicht stehen Sie aber auch vor der Frage: Was kann und möchte ich künftig beruflich machen – und was ist gesundheitlich für mich geeignet?

Dann kann ein Reha-Assessment bei der beruflichen Orientierung unterstützen.

Dabei betrachten wir unter anderem:

  • Ihre beruflichen Erfahrungen
  • Ihre Fähigkeiten und Interessen
  • Ihre gesundheitlichen Voraussetzungen
  • Ihre persönliche Leistungsfähigkeit
  • die Anforderungen möglicher neuer Berufsfelder

Je nach Fragestellung können Gespräche, medizinische Untersuchungen, psychometrische Testverfahren sowie praktische Erprobungen Bestandteil des Assessments sein.

Ziel ist eine realistische und tragfähige berufliche Perspektive, die sowohl zu Ihnen als auch zu Ihrer gesundheitlichen Situation passt.

Mehr über das Reha-Assessment im BFW Oberhausen erfahren

Vorbereitung

Gut vorbereitet in die Qualifizierung starten

Nach einer längeren Erkrankung oder einer längeren Zeit außerhalb von Schule und Ausbildung kann der Einstieg in eine neue Qualifizierung eine Herausforderung sein.

Deshalb kann vor einer Qualifizierung eine berufsvorbereitende Maßnahme sinnvoll sein.

Im BFW Oberhausen bieten wir unterschiedliche Möglichkeiten der Vorbereitung an. Dabei können beispielsweise schulische Grundlagen aufgefrischt, Lern- und Arbeitstechniken trainiert sowie persönliche und soziale Kompetenzen gestärkt werden.

Für Menschen mit besonderen psychischen Belastungen stehen zudem speziell darauf abgestimmte Unterstützungsangebote zur Verfügung.

Ziel ist es, Ihnen einen möglichst guten und erfolgreichen Einstieg in Ihre anschließende Qualifizierung zu ermöglichen.

Mehr über den Reha-Vorbereitungslehrgang (RVL) erfahren

Mehr über das Reha-Vorbereitungstraining (RVT) erfahren

Qualifizierung

Mit neuen Kompetenzen in die berufliche Zukunft

Wenn Sie Ihren bisherigen Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben können, kann eine Qualifizierung oder Umschulung den Weg in ein neues Berufsfeld eröffnen.

Das BFW Oberhausen bietet mehr als 30 Qualifizierungen in unterschiedlichen Berufsfeldern an – unter anderem in kaufmännischen, technischen, IT-bezogenen, verwaltenden und sozialen Berufen.

Eine Umschulung mit anerkanntem Berufsabschluss dauert in der Regel zwei Jahre. Daneben gibt es weitere Qualifizierungsangebote mit unterschiedlichen Laufzeiten und Abschlüssen.

Während Ihrer gesamten Zeit im BFW steht nicht nur das Erlernen eines neuen Berufs im Mittelpunkt. Unser interdisziplinäres Reha-Team begleitet Sie auch bei gesundheitlichen, psychologischen und persönlichen Fragestellungen sowie bei Ihrem Weg zurück in den Arbeitsmarkt.

Unsere Qualifizierungen entdecken

Eine Alternative kann die betriebliche Umschulung sein: Dabei findet die praktische Ausbildung direkt in einem Unternehmen statt. Das BFW Oberhausen begleitet und unterstützt Sie während Ihrer Umschulung.

Mehr über die betriebliche Rehabilitation erfahren

Neuer Arbeitsplatz

Das Ziel: dauerhaft zurück ins Arbeitsleben

Eine erfolgreich abgeschlossene Qualifizierung ist ein wichtiger Meilenstein – das eigentliche Ziel der beruflichen Rehabilitation ist jedoch Ihre nachhaltige Rückkehr ins Arbeitsleben.

Deshalb beginnt die berufliche Integration im BFW Oberhausen nicht erst kurz vor dem Abschluss.

Während Ihrer Qualifizierung sammeln Sie praktische Erfahrungen, lernen Unternehmen kennen und bereiten sich gezielt auf Bewerbungen und den Einstieg in Ihren neuen Beruf vor. Unsere Reha- und Integrationssteuerer begleiten Sie dabei und unterstützen Sie auf Ihrem Weg in den Arbeitsmarkt.

So entsteht Schritt für Schritt eine neue berufliche Perspektive, die zu Ihren Fähigkeiten, Ihren Interessen und Ihrer gesundheitlichen Situation passt.

Berufliche Rehabilitation ist so individuell wie Sie

Der hier dargestellte Ablauf zeigt einen typischen Weg der beruflichen Rehabilitation. Ihr persönlicher Weg kann anders aussehen.

Vielleicht steht Ihr berufliches Ziel bereits fest und ein Reha-Assessment ist nicht erforderlich. Vielleicht benötigen Sie keine vorbereitende Maßnahme. Oder für Sie ist statt einer Umschulung eine andere Form der beruflichen Unterstützung die passende Lösung.

Entscheidend ist: Die berufliche Rehabilitation orientiert sich an Ihrer individuellen Situation und Ihrem persönlichen Unterstützungsbedarf.

Sie möchten das BFW Oberhausen kennenlernen?

Eine berufliche Neuorientierung wirft viele Fragen auf. Deshalb können Sie sich bereits vor einer möglichen Qualifizierung über das BFW Oberhausen, unsere Angebote und Ihre Möglichkeiten informieren.

Bei unseren regelmäßig stattfindenden Infotagen lernen Sie das BFW kennen, erhalten Einblicke in unsere Qualifizierungsangebote und können sich vor Ort einen persönlichen Eindruck verschaffen.

Informieren Sie sich über unsere nächsten Infotage und lernen Sie uns kennen.

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