Zum 1. Februar 2022 begrüßten wir mit Peter Horster den neuen Leiter des Geschäftsbereichs II. Für die BFW News nahm er sich Zeit, um über seine ersten Eindrücke, Vorstellungen, Ziele und Erwartungen zu sprechen.

BFW News: Anfang Februar übernahmen Sie die Position des Geschäftsbereichsleiters des GB 2. Welche Ziele und Ideen bringen Sie für die nächsten Monate und Jahre mit?

Peter Horster: Zunächst geht es für mich in den kommenden Monaten darum, Strukturen und Prozesse im BFW kennenzulernen, mir einen Überblick zu verschaffen über die externen und internen Bedingungen unserer Arbeit. Vor allem ist es mir wichtig, die Mitarbeiter:innen des BFW und das Haus kennenzulernen und mir einen Überblick über die Gelingensbedingungen guter Rehabililtationsarbeit zu verschaffen. Hier gilt es zu zuzuhören, zu verstehen und voneinander zu lernen.

Jetzt kann ich schon sagen, dass es mir auch darum geht, das bestehende Angebot des BFW zu erhalten, Innovationen voranzutreiben und auch neue Felder für uns zu erschließen, an die momentan vielleicht noch nicht gedacht wird.

Ich muss die Struktur- und Prozesslandschaft verstehen, um hier inhaltlich an einer Weiterentwicklung mitzuarbeiten.

Haben Sie auch schon konkrete inhaltliche Ziele, die Sie verfolgen wollen?

Ja, Ziel muss es sein, die Identität des BFW zu bewahren und das Haus gleichzeitig zukunftsorientiert zu gestalten. Dies betrifft sowohl das Angebotskonzept der Berufe, als auch die Einführung und weitere Schärfung moderner Verfahren der Kompetenzvermittlung. Synergien müssen identifiziert und gefördert werden. Letztendlich können wir dies aber nur erreichen, wenn wir das BFW als ganzheitlichen Prozess einer Rehabilitationsleistung, und auch als strukturiertes Ziel Unternehmensleistung und -organisation betrachten.

Sie verfolgen die Entwicklung des BFW bereits seit einigen Jahren. Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere an dem BFW? Welche Chancen bietet es?

Der Name des BFW Oberhausen ist mir natürlich seit vielen Jahren durch meine langjährige Erfahrung in der beruflichen Bildung ein Begriff. Ich habe das BFW immer als Spezialisten für berufliche Rehabilitation wahrgenommen und in dieser Hinsicht viel Gutes gehört – auch aus meinem privaten Umfeld.

Dadurch, dass wir im BFW eine spezielle Zielgruppe ansprechen, ist es notwendig, die Merkmale und Besonderheiten des Hauses weiterhin zu schärfen und unserer Zielgruppe zu verdeutlichen.

Welche Herausforderungen sehen Sie für das BFW als Einrichtung in der Rehalandschaft?

 An erster Stelle ist es elementar wichtig, dass wir unseren gesellschaftlichen Auftrag zur Teilhabe gemäß § 51 SGB IX erfüllen.

Eine größere Rolle wird aber auch der demografische Wandel für uns spielen. Wir müssen in Zukunft mit Veränderungen in Sachen Nachfrage und Belegung rechnen. Diese wird geringer werden. Dem können wir nur begegnen, wenn wir einerseits unseren Status als Rehaträger besonders herausstellen und den Stellenwert des BFW für die soziale und berufliche Teilhabe betonen. Hierbei haben unsere begleitenden Dienste durch die Förderung besonderer Fähigkeiten unserer Teilnehmenden eine wichtige Rolle.

Andererseits spielt die Entwicklung neuer Angebote und eine Erweiterung des Assessments eine wichtige Rolle, um diesen Veränderungen zu begegnen. Wir müssen über sinnvolle Ergänzungen unseres Angebotsportfolios nachdenken, mit dem wir zusätzlich von anderen Zielgruppen als exzellente Einrichtung der beruflichen Rehabilitation wahrgenommen werden.

Was haben die BFW-Mitarbeitenden zu erwarten?

Einen Geschäftsbereichsleiter, der eine große Erfahrung in der beruflichen Bildung besitzt und der Spaß hat an der Steuerung und gemeinsamen Entwicklung von Organisation, Inhalten und qualitativer Verbesserung. Ein Unternehmen, eine Organisation betrachte ich nicht als Zustand, sondern als Prozess. Daher habe ich immer ein offenes Ohr für Vorschläge und Anregungen und möchte meine Mitarbeiter:innen fördern und entwickeln.

Letztlich bereitet es mir Freude, neben der wirtschaftlichen Verantwortung Teil einer sinnvollen Aufgabe zu sein und diese Aufgabe nach innen und nach außen zu transportieren.

Was möchten Sie den BFW-Mitarbeitenden noch mit auf den Weg geben?

Alle Mitarbeiter:innen bilden ein Gesamtkonstrukt, welches das BFW darstellt und ausmacht. Wir müssen alle gemeinsam stetig den Blick dafür schärfen, dass wir eine wichtige Aufgabe der sozialen und beruflichen Teilhabe erfüllen und diese auch nur von allen zusammen erfolgreich bewältigt werden kann. Alle in der Organisation Arbeitenden sind Teil eines komplexen Rehabilitationsprozesses.

Letzte Frage: Was machen Sie in Ihrer Freizeit, um sich von der Arbeit abzulenken?

Ich reise gerne, vor allem nach Frankreich und Italien. Dazu passt ganz gut, dass ich gutes Essen schätze und kulturbegeistert bin.  Wenn es die Zeit erlaubt, gehe ich sehr gerne ins Theater, lese aber auch mit Freude ein gutes Buch und interessiere mich für Kunst und ganz allgemein für das Zeitgeschehen.

Darüber hinaus engagiere ich mich ehrenamtlich im Bildungswesen und der Arbeit mit behinderten Menschen.

Wir danken für das Gespräch und wünschen einen guten Start bei den kommenden Aufgaben!