Eine echte Erfolgsgeschichte beginnt eigentlich nicht mit einem Unfall oder einer Krankheit. Doch trotz der Schwierigkeiten, mit denen sich die meisten Menschen konfrontiert sehen, wenn sie plötzlich ihren Beruf nicht mehr ausüben können, gibt seit nun 20 Jahren eine Initiative, bei der ein neuer Job garantiert ist.

Die Landesqualifizierung in Kooperation mit dem Land NRW wurde 1997 ins Leben gerufen, um Menschen mit einer Behinderung den Einstieg in ein neues Berufsleben zu ermöglich, wenn das Schicksal zugeschlagen hat. In einer 8-monatigen Qualifizierung können die Rehabilitanden den Beruf des Verwaltungsfachangstellten erlernen, wenn sie bereits eine kaufmännische Vorausbildung mitbringen. Nach erfolgreichem Abschluss halten die Absolventen nicht nur ein Zeugnis, sondern auch einen Arbeitsvertrag in den Händen.

Mit dem 20-jährigen Bestehen der Maßnahme fand deshalb am 27. April 2017 eine Feier im Innenministerium des Landes NRW statt, bei der es sich auch Innenminister Ralf Jäger nicht nehmen ließ, diese Erfolgsgeschichte zu würdigen. Mit Stolz berichtete der Innenminister von der gelungenen Kooperation mit dem BFW Düren und dem BFW Oberhausen.

Als zuständiger Bereichsleiter der Landesqualifizierung fasste Jürgen Macht in seinen Grußworten den Erfolg der vergangenen Jahre zusammen: „Das Land NRW hat mit der Landesqualifizierung bewiesen, dass hier nicht nur von Chancen gesprochen wird, sondern dass hier auch gehandelt wird.“ Ein Blick auf die Fakten bestätigt das: Seit 1997 haben rund 180 Absolventen ihren Dienst in den Landesministerium nach erfolgreicher Prüfung aufgenommen.

Auch der Landesschwerbehinderten-Beauftragte Heinz Pütz unterstrich mit emotionalen und stolzen Worten den bundesweit einmaligen Schritt zur Integration von Menschen mit Behinderung und ermutigte dazu, weiterhin als Beispiel voran zu gehen.